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Selamat tahun baru!!

Autor: LenaDawin | Datum: 04 Januar 2011, 08:19 | Kommentare deaktiviert

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Ich bin immer wieder aufs Neue überrascht, wie schnell die Zeit umgeht. So habe ich in den letzten paar Wochen mal wieder ziemlich viel erlebt! Viel zu viel, um alles hier alles zu erzählen…

Zum Beispiel, konnte ich schon den beeindruckenden Tempel Borobudur (Weltkulturerbe)bestaunen!

 Ich hatte mir das immer sehr schön entlegen und vor allem ruhig vorgestellt… Pustekuchen!!

Der Parkplatz gleicht eher einem riesen großen Markt und schon bevor das Auto den Motor abgestellt hat, tummeln sich um die 5 Händler mit allem möglichen Krams um einem herum und wollen ihre Ware an den Touristen bringen.

Auf dem Borobudur selber ging’s dann ähnlich weiter. An dem Tag waren wohl mehrere Klassenausflüge und zu meinem Leid, liefen alle Schüler in kleinen Grüppchen mit einem Diktiergerät auf der Suche nach Touristen durch die Gegend.

So habe ich mein erstes Interview gegeben, musste dann aber bei der Frage stutzen, „Ob ich den Vulkan Merapi mag?!“. Ich weiß nicht, ob man etwas mögen kann, was vor ein paar Wochen noch vielen Menschen, das Leben gekostet hat…

Der Borobudur an sich, ist wirklich sehr beeindruckend und einfach … naja „WOW“!

 

Übrigens, artet das mit dem Essen inzwischen aus. Seitdem ich meinem Gastpapa gesagt habe, dass ich wirklich nur noch dann essen möchte, wenn ich hunger habe, fragt er mich jedes Mal, wenn ich ihn sehe, ob ich denn auch schon gegessen habe und im Endeffekt gewinnt er und ich sitze wieder vor einem völlig überfülltem Teller! Das Problem, an der ganzen Sache ist, mein Hunger und ich, wir sind uns schon lange nicht mehr über den Weg gelaufen!!

Hier mal ein kleines Beispiel:

Morgens um 7 bekomme ich nen Teller voll  Kekse (bezeichnen mein Leute hier als Brot), ne Stunde später, schau ich mir mit meinem Papa ne Silvesterparade im Fernsehen an, natürlich nicht ohne Pisang goreng (=gebratene Banane) und ich kann natürlich nicht widerstehen, noch eine Stunde später bringt er mir ne riesen Portion Nudeln. Als wäre das noch nicht genug, drängt mich einige Minuten später Bu Waras (Haushälterin) zum Essenstisch!! So und jetzt stellt euch diese Prozedur dreimal täglich vor!!

Ich übe mich jetzt im demonstrativen langsam essen, lerne den rechten Moment zu erkennen, indem keiner auf mich achtet und räume meinen Teller ab (ohne in wirklich leer zu machen) Lebenswichtige Vokabeln, sind „Ich bin satt.“, „Wenn ich noch mehr esse, werde ich platzen!“ und auch sehr hilfreich, sind „Bauchschmerzen“.

Es ist ja irgendwie verrückt, ich beklage mich hier übers Essen und nen Moment später, kommt bestimmt wieder eine Bettlerin zu uns ans Haus. Da läuft doch irgendwas schief!!

So viel zum Thema „Essen“…

 

In der vergangen Woche, habe ich meinen Cousin zu einem Militärball begleitet. Was mir im Vorhinein mehr als Kopfschmerzen bereitet hat. Morgens wurde ich gefragt, ob ich Tora irgendwohin begleiten  möchte. Nun ja, ich sage eigentlich grundsätzlich „Ja“, schließlich will ich ja alles mitnehmen, was geht, auch wenn ich nicht so ganz verstehe, worum es eig. geht.

Und ich habe mir ja nichts dabei gedacht…

Erst später dämmerte mir,  dass diese Veranstaltung mit nem Abiball vergleichbar ist und ich bitte im „long Dress“ erscheinen soll, schließlich tragen alle Jungs, ihre Militäruniform, die ja auch recht schnieke ist!

Na super, auf der Packliste der VEM stand nichts vom „long Dress“! Also  hab ich mich in meinen weißen Rock gezwängt (der mittlerweile echt zu klein geworden ist) und nen Batikoberteil übergeschmissen und war eindeutig underdressed!

Ich machte mich also schon mal auf einen „tollen Abend“ bereit. Denn ich sah es schon vor mir: Alle anderen Mädels super zierlich und super aufgebräzelt und wunderschön…Zu allem Überfluss falle ich ja auch  grundsätzlich auf!!

In der mehr als „Hochzeitsfeier“ würdigen Lokation angekommen, fühlte ich mich kein Stück wohler. Hätten sie nicht das Album von Jason Mraz im Hintergrund laufen lassen, hätte ich wahrscheinlich heimlich die Flucht ergriffen. Aber ich habe es einfach mal als ein  Zeichen gedeutet: „Augen zu und durch!“

Allem in allem, war es dann doch ein guter und vor allem interessanter Abend. Ich bin froh, dass ich einfach immer ganz naiv  „JA“ sage, wenn ich gefragt werde: „Lena mau ikut?“ (Möchtest du folgen bzw. mitkommen?) . Zwar hat es mich gestern im Vorfeld und auch noch auf der Veranstaltung mehr Nerven gekostet, als ich eig. habe, aber im Endeffekt war es einfach gut! Denn am Ende wurde sogar noch richtig getanzt und ich konnte noch mal meine Hüften schwingen, was ich schon richtig vermisst habe!!

 

Inzwischen, fühle ich mich wirklich richtig wohl in meiner Familie und auch in der Kirchengemeinde. Meine Ängste, dass weitere 8 Monate ja echt noch ne lange Zeit sind, habe ich kurzer Hand mal über Bord geworfen!

Übrigens ist mir in den letzten Tagen aufgefallen, dass ich anfange auf Indonesisch zu denken! Da hab ich mich erst mal gefreut. Zwar scheint es mir immer noch unvorstellbar irgendwann die Sprache beherrschen zu können, aber, dass scheint mir doch ein guter Anfang!!

Außerdem, habe ich hier einfach ganz wunderbare Menschen um mich herum und bei so viel Sonnenschein, bleibt einem  gar nichts anderes übrig, als die Welt, (in den meisten Fällen) von der sonnigen Seite zu betrachten J

 

Sicher vermisst ihr meinen Bericht über Weihnachten und Silvester. Zu Weihnachten, kann ich nur sagen, für mich gehört zu einem „richtigen“ Weihnachten, mehr als eine 24, 25 oder 26 auf dem Kalender. Daran wird sich wohl auch niemals was ändern.

Naja und Silvester, habe ich Dummerweise erst NACH 24Uhr verstanden, dass hier VOR 24Uhr „gefeiert“ wird.... :D

Aber mein Cousin, hat sich meiner erbarmt und ist noch mit mir durch Surabaya gefahren.

Ich habe noch nie so ein Verkehrschaos gesehen! Der absolute Wahnsinn!!

Wir hatten noch viel Spaß und ich habe ganz wichtige Vokabeln gelernt, die ich anwenden kann, wenn ich mal wieder geärgert werde …

Soweit es mein Wortschatz zulässt, kann ich aber auch schon wunderbar austeilen und „zurück ärgern“!!  J

 

Am 20. Januar kommt Rabea zu mir und zusammen fahren bzw. fliegen wir dann drei Tage später nach Medan. Da wird das Zwischenseminar für uns Freiwillige stattfinden und anschließend werde ich mit Rabea und Janina (beide Freiwillige der VEM) noch ein bisschen Rumreisen. Ich freue mich schon wie ein Honigkuchenpferd und bin gespannt, auf alles was kommen wird!!

 

Ich wünsche euch allen noch einen guten Start ins neue Jahr, genießt es!

Ich tue es auch! Ganz liebe Grüße, eure Lena